Franz Mehring

Franz Mehring

Franz Mehring wurde 1846 in Schlawe in Pommern geboren. Nach dem Studium begann Mehring seine journalistische Tätigkeit bei der Berliner radikal-demokratischen Tageszeitung »Die Zukunft«.

Unter dem Eindruck der Sozialistengesetze, mit denen Bismarck 1878 die sozialdemokratischen Organisationen und Zeitungen verboten hatte, wandte Mehring sich der Sozialdemokratie zu und begann ein intensives Studium der Werke von Karl Marx und Friedrich Engels.

Im Jahr 1891 trat er der SPD bei und wurde Mitglied der Redaktion der »Neuen Zeit«, des theoretischen Organs der Partei. Schon sehr bald stellte er sich auf die Seite des marxistischen Flügels der Sozialdemokratie.

Am Beginn des Kriegs wandte Mehring sich gemeinsam mit Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und wenigen anderen gegen die Kriegsunterstützung durch die Mehrheit der SPD-Führung. 1915 gründete er mit Rosa Luxemburg die Zeitschrift »Die Internationale«.

Nach der Novemberrevolution 1918 setzte er seine Kraft für die Gründung der KPD ein. Als die sozialdemokratische Regierung Ebert-Scheidemann-Noske Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919 durch die Freikorps ermorden ließ, erholte sich Franz Mehring nicht mehr von diesem Schlag; er starb am 29. Januar.