Alexander K. Woronski

Die Kunst, die Welt zu sehen

Die Kunst, die Welt zu sehen

Ausgewählte Schriften 1911-1936

Übersetzt von Ingeborg Schröder
und Erich Ahrndt
551 Seiten
Einband: gebunden mit Schutzumschlag
Erschienen: 2004
Preis:  € 29,90 [D],  € 30,80 [A]
ISBN: 978-3-88634-077-4
Dieses Buch kaufen

Auch als E-Book erhältlich (PC-PDF)
Preis: € 23,99
ISBN: 978-3-88634-677-6
Öffnet externen Link in neuem FensterE-Book kaufen

Die deutsche Erstveröffentlichung dieser Essays von Alexander K. Woronski ist ein besonderes kulturelles Ereignis. Woronski war eine herausragende Persönlichkeit des intellektuellen Lebens in der frühen Sowjetunion, der Herausgeber der wichtigsten Literaturzeitschrift in den zwanziger Jahren und ein Unterstützer von Trotzki sowie der Linken Opposition in ihrem Kampf gegen den Stalinismus.

Als Verteidiger der Schriftsteller, die als »Weggenossen« bezeichnet wurden, stellte er sich gegen die Proletkult-Bewegung und repräsentierte den klassischen Marxismus auf dem Gebiet der Literaturkritik im zwanzigsten Jahrhundert. Ende der zwanziger Jahre wurde Woronski aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen, verhaftet, verbannt und 1937 während des stalinschen großen Terrors hingerichtet.

Die stalinistische Bürokratie säuberte die Bibliotheken von seinen Werken und löschte ihn aus der Geschichtsschreibung. 1957 rehabilitiert, erschienen einige seiner Schriften in stark zensierten Ausgaben in der UdSSR. Dieser Band enthält Woronskis wichtigste literaturkritische Essays, unter anderem »Kunst als Erkenntnis des Lebens und die gegenwärtige Welt«, weiterhin Schriften zu Tolstoi und Freud, Zeitungsartikel, eine Satire, zwei Briefe an seine Verfolger in ungekürzter Form. Der Anhang umfasst sechs Dokumente, die für ein Verständnis der zwanziger Jahre in der Sowjetunion von großem Nutzen sind.

Share/Bookmark

Nach oben