285 Seiten
Einband: Paperback
Erschienen: 1993
Preis: € 12,90 [D], € 13,30 [A]
ISBN: 978-3-88634-061-3
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Die Theorie der permanenten Revolution ist von Leo Trotzki 1905, im Alter von 26 Jahren, am Vorabend der ersten russischen Revolution ausgearbeitet worden. Doch obwohl seither mehr als 100 Jahre vergangen sind, ist sie keineswegs überholt. Sie liefert die einzig schlüssige Konzeption des Sozialismus für unsere Zeit und stützt sich auf die Grundtatsache der modernen Wirtschaft – ihren internationalen, grenzüberschreitenden Charakter.
Alle Versuche, einen unabhängigen, nationalen Weg des gesellschaftlichen Fortschritts zu finden, haben sich als Illusion entpuppt. Das trifft sowohl auf die Sowjetunion zu, wo die stalinistische Bürokratie in den zwanziger Jahren die permanente Revolution durch die nationalistische Perspektive vom Sozialismus in einem Land ersetzte und damit ihren Niedergang und Zusammenbruch einleitete, als auch auf die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt, Indien und China, die unter unterschiedlichen politischen Vorzeichen einen nationalen Weg beschritten haben und gescheitert sind.
Die Globalisierung der Wirtschaft hat die Schranken niedergerissen, welche die Arbeiterklasse der Metropolen von jener der Kolonien getrennt haben. Sie zwingt dazu, auch das Ausbeutungsniveau in den Metropolen an jenes in den kolonialen Ländern anzupassen. Unter diesen Bedingungen erlangt die Perspektive der permanenten Revolution brennende Aktualität.